Dunkelziffer ADHS – Verlust in der Transition

Eine Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kann in allen Altersgruppen erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Lebensqualität haben.1 Vor allem jugendliche Betroffene sind nicht nur mit vermehrten Veränderungen in ihrem Alltag konfrontiert (Schulwechsel, Studium, Arbeitsleben, eigenständiges Wohnen, soziale Beziehungen).2 

Die Transition vom Jugend- ins Erwachsenenalter geht auch einher mit dem notwendigen Übergang von einer adoleszentenzentrierten hin zu einer erwachsenenorientierten Versorgung. Gegenwärtig geht dieser Übergang allerdings noch vielerorts mit erhebliche Schnittstellenprobleme zwischen den unterschiedlichen Versorgungssegmenten einher, was u.a. erhöhte Therapieabbruchraten und Behandlungsdiskontinuitäten zur Folge hat.3

Wie eine erfolgreiche Transition gelingen kann und was es im Speziellen bei jungen Frauen mit ADHS zu beachten gibt, ist Gegenstand des von Takeda ausgerichteten

Programm

Einführung
Dr. B. Müller, Düren

Die Herausforderungen der ADHS bei jungen Frauen
Dr. A. Neuy-Lobkowicz, Aschaffenburg

Beispiel eines erfolgreichen Transitionskonzepts
Dr. B. Müller, Düren

Ein Rezept für die erfolgreiche Transition – Kinder / Jugend- und Erwachsenenpsychiater im Dialog
Dr. B. Müller, Düren & J. Graf von Königsmarck, Münster

Zusammenfassung
Dr. B. Müller, Düren

Chair / Referent

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Dr. B. Müller

Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Kinder und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, St. Marien Hospital, Düren

Curriculum vitae

Beruflicher Werdegang

Seit 2021 Vorstandsmitglied der Diözesanarbeitsgemeinschaft der katholischen Krankenhäuser im Bistum Aachen (DIAG)

Seit 2015 Aufsichtsratsmitglied der Dürener Arbeitsgemeinschaft für Integrierte Versorgung (DAGIV), eingetragene Genossenschaft

Seit 2012 Ärztlicher Direktor des St. Marien-Hospital, Düren und 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Kinderklinik und der Sozialpädiatrie am St. Marien-Hospital e. V.

Seit 2008 Fortbildungsbeauftragter für Ärztliche Fortbildung am St. Marien-Hospital, Düren

Seit 2004 Chefarzt der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am St. Marien- Hospital, Düren

2002 Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

1997 – 2004 Ärztliche Tätigkeit in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der RWTH Aachen (Prof. B. Herpertz-Dahlmann)

1997 Promotion Dr. med.

1996 – 1997 Ärztliche Tätigkeit in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Philipps-Universität Marburg (Prof. H. Remschmidt)

1996 Ärztliche Tätigkeit in der Kinderabteilung des Krankenhauszweckverbandes Kaufbeuren (Bayern)

1995 – 1996 Dissertation: Graphomotorik gesunder und teilleistungsgestörter Kinder mit Untersuchung von 70 Kindern im Vorschulalter

1995 Approbation

Mitgliedschaften, Netzwerke, weitere Qualifikationen und Funktionen

  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik e.V.
  • Bundes- und Landesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V.
  • Achtung! Kinderseele e.V. Stiftung für die psychische Gesundheit von Kindern, Berlin (Patenschaft für KiTa Krümelhof, Düren)
  • ADHS Deutschland e.V.
  • Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
  • Öffentlichkeitsarbeit Lions Club Düren und 2. Vorsitzender des Fördervereins des Lions Clubs Düren e.V.
  • ADHS Netzwerk Kreis Düren (Leitung dieses Arbeitskreises seit 2009)
  • Aufbau eines Bündnisses gegen Depression Kreis Düren / Jülich (Arbeitskreis der Kreisgesundheitskonferenz Düren)
  • Aufbau eines Netzwerkes zur besseren ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Düren Nord (Staatl. Gefördertes Modellprojekt „Familienzentrum“)
  • Aufbau eines Arbeitskreises Essstörungen der Kreisgesundheitskonferenz, Düren

Referent:innen

Neuy Lobkowicz

Dr. A. Neuy-Lobkowicz

Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Praxis für Psychosomatik und Psychotherapie, Aschaffenburg/ München

Curriculum vitae

Beruflicher Werdegang

2012 Veröffentlichung des Videofilms ADHS-Spots als Kurztherapieprogramm für Betroffene

2010 Veröffentlichung der Bücher: myADHS.com, ein informatives Buch für Jugendliche und junge Erwachsene, ADHS-Praxishandbuch 2007; Aufbau des ADHS-Zentrums München mit Kollegen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit dem Ziel, ADHS- Fortbildungen anzubieten und für ADHS-Patienten ein Therapieangebot über die gesamte Lebensspanne zu machen

Seit 2007 Privatpraxis in München mit Schwerpunkt ADHS bei Erwachsenen

2005 Veröffentlichung des Buches ADHS, erfolgreiche Strategien für Kinder und Erwachsene, Klett-Cotta Verlag

Seit 1988 Niedergelassen in eigener Praxis in Aschaffenburg; seit über 20 Jahren Beschäftigung mit dem Thema ADHS

1983 – 1988 Facharztausbildung am Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Universität Mannheim und Lehrkrankenhaus für innere Medizin Bruchsal, zur Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie- / Psychoanalyseausbildung in Heidelberg, Zusatzausbildung in Gestalttherapie und Gesprächstherapie sowie Körpertherapie

1983 Promotion

1977 – 1983 Studium der Humanmedizin an der Universität Mainz und Heidelberg Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Mutter von 5 Kindern, 3 von ADHS betroffen

Mitgliedschaften, weitere Qualifikationen und Funktionen

  • Seit 10 Jahren Mitglied im Bundesvorstand von ADHS Deutschland e.V., zuständig für den Bereich Erwachsene
  • Organisation von Fachvorträgen und Fortbildungen, zahlreiche Veröffentlichungen, Radio- und Fernsehbeiträge zum Thema ADHS
  • Entwicklung ambulanter Therapiemodelle für die Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter
Königsmarck

J. Graf von Königsmarck

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie, Münster

Curriculum vitae

Beruflicher Werdegang

Seit 04/2018 Niederlassung in eigener Praxis für Psychiatrie & Psychotherapie in Münster

2012 – 2018 Oberärztliche Tätigkeit in der LWL Klinik Lengerich, Abteilung Rheine

2011 Facharztprüfung

2005 – 2012 Assistenzarzt in der LWL Klinik Lengerich auf gemischt psychiatrischen Stationen

1996 – 2004 Studium der Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms Universität zu Münster

Mitgliedschaften, weitere Qualifikationen und Funktionen

  • DGPPN e.V.
  • DGBS e.V.
  • ADHS Deutschland e.V.

Vorträge

Vortrag Neuy-Labkowicz

Die Herausforderungen der ADHS bei jungen Frauen
Dr. A. Neuy-Lobkowicz, München / Aschaffenburg

Vortrag als PDF

Vortrag Müller

Beispiel eines erfolgreichen Transitionskonzepts
Dr. B. Müller, Düren

Vortrag als PDF

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Takeda hat in Finnland sehr erfolgreich eine App zur Psychoedukation über ADHS eingeführt, primär für Patient:innen, aber auch für Angehörige, Freunde und Lehrkräfte. Die App wurde zusammen mit Betroffenen und Psychiater:innen entwickelt. Nach Durchspielen gaben 88% der Spielenden an, dass sie danach ein umfassenderes Verständnis der ADHS hatten.4 Dieses positive Feedback hat Takeda dazu bewogen, diese Psychoedukations-App auch in Deutschland verfügbar zu machen.

Die App basiert auf realen Erfahrungen von ADHS-Patient:innen. Sie übersetzt die Symptome der ADHS in reale Alltagssituationen. Der Spielende muss sich zwischen verschiedenen Aktionen entscheiden. Je nach Entscheidung verläuft das Spiel anders, wodurch spielerisches Lernen ermöglicht wird. Der Spielmechanismus basiert auf Browns Modell der exekutiven Funktion.5

Die App ist kostenlos, werbungsfrei und übermittelt keine persönlichen Daten an Takeda. Sie ist erhältlich im Google- und Apple-App-Store. Die App setzt auf spielerische Psychoedukation, enthält aber keine Elementedie eine Spielsucht unterstützen könnten wie Belohnungselemente oder einen Highscore. Aufgrund des Manga-Styles ist die App eher für 15- bis 25-jährige vorgesehen, aber sicher nicht auf diese beschränkt.

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Informations-Flyer Full ADHD

Quellen

  1. S3-Leitlinie „ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“, 2018; AWMF-Registernummer 028–045.
  2. Quintero J et al. Child Adolesc Psychiatr Clin N Am. 2022; 31(3):531-551.
  3. Fegert JM et al. Z Kinder Jugendpsychiatr Psychother. 2017; 45(1):80-85. 
  4. FULL ADHD White Paper, Takeda Finnland, 2022. 
  5. Brown TE. DSM-IV: ADHD and executive function impairments. Advanced Studies of Medicine 2002; 2: 910-914. 

EXA/DE/NS/0774

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